Du wolltest schon immer einen eigenen Film drehen aber weißt nicht recht, wo du anfangen sollst? Die gute Nachricht ist: Es ist definitiv machbar, wenn man dabei einige Schritte beachtet. Nichtsdestotrotz ist so ein Filmprojekt sehr aufwendig und mit ein paar Herausforderungen verbunden, denen du dich stellen musst. Damit der Prozess des Filmemachens etwas verständlicher wird, haben wir diesen auf 3 Teile für dich aufgespalten. Im ersten Teil erfährst du, wie du von einer Idee zu einem finanzierten Projekt kommst und dich für den eigentlichen Dreh vorbereitest.
Die Entwicklungsphase: Von Gedanken zu Ideen
Schritt 1: Auf eine Idee aufbauen
Jeder großartige Film beginnt mit einer Idee. Egal ob allein oder im Team, es ist wichtig, Zeit damit zu verbringen, über die Grundidee deines Films nachzudenken. Skizziere die Hauptelemente wie Handlung, Charaktere und Konflikte. Diese Idee wird das Fundament für alles Weitere sein.
Kreatives Brainstorming für einen Film kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden, abhängig von den Vorlieben und der Dynamik der beteiligten Personen. Hier sind einige Ansätze:
- Gruppen-Brainstorming-Sitzungen: Sammle ein Team von kreativen Köpfen, einschließlich Drehbuchautoren, Regisseuren, Produzenten und anderen Interessierten, um Ideen zu generieren. Setze dich in einer entspannten Umgebung zusammen und ermutige alle, ihre Gedanken frei zu äußern.
- Mind Mapping: Verwende Mind-Mapping-Techniken, um Ideen visuell zu organisieren und zu verknüpfen. Starte mit einem zentralen Thema oder einer zentralen Idee und lasse dann Assoziationen und Unterkategorien entstehen. Dies kann helfen, neue Verbindungen zu entdecken und den kreativen Fluss zu fördern.
- Freewriting: Lass jeden Teilnehmer für eine festgelegte Zeitperiode frei schreiben, ohne sich Gedanken über Struktur oder Logik zu machen. Diese Technik hilft dabei, spontane Ideen und unkonventionelle Ansätze zu entdecken.
- Visualisierung: Verwende visuelle Hilfsmittel wie Bilder, Fotos, Videos oder Storyboards, um Ideen zu veranschaulichen und zu inspirieren. Dies kann helfen, die Vorstellungskraft anzuregen und konkretere Konzepte zu entwickeln.
- Improvisation: Führe improvisierte Szenen oder Charakterstudien durch, um neue Perspektiven zu erkunden und unerwartete Wendungen zu entdecken. Dies kann dazu beitragen, die Charaktere und Handlungsstränge besser zu verstehen und zu entwickeln.
- Externe Inspirationen: Schau dir Filme, Bücher, Kunstwerke oder andere Medien an, um Inspiration zu finden und neue Ideen zu generieren. Diskutiere darüber, was an diesen Werken funktioniert und wie ähnliche Konzepte in deinem eigenen Film integriert werden könnten.
- Spiele und Übungen: Verwende kreative Spiele und Übungen, um den Geist aufzulockern und die Vorstellungskraft zu stimulieren. Dies könnte beispielsweise das Erzählen von Geschichten aus ungewöhnlichen Blickwinkeln oder das Entwerfen von Charakteren sein, die komplett gegensätzlich zu ihrem üblichen Verhalten handeln.
Das wichtigste ist, eine offene und unterstützende Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder wohl fühlt, Ideen zu äußern und zu teilen. Durch die Kombination verschiedener Methoden und Perspektiven kann ein reichhaltiges und vielschichtiges Filmkonzept entstehen.

Schritt 2: Das Drehbuch als HerzstückNachdem du deine Idee entwickelt hast, benötigst du ein Drehbuch. Hier werden die Geschichte, die Dialoge und alles, was im Film passiert, festgehalten. Das Drehbuch dient als Leitfaden für dein Team und ist ein wichtiges Nachschlagewerk während der gesamten Produktion. Denke daran, Flexibilität zuzulassen, denn manchmal entstehen die besten Szenen spontan während des Drehs.

Schritt 3: Finanzierung sichern
Nun, da deine kreative Vision auf Papier steht, musst du darüber nachdenken, wie du deinen Film finanzierst. Das Drehen eines Films erfordert Geld, sei es von Investoren, Crowdfunding oder Studiodeals. Dabei ist ein durchdachter Finanzplan entscheidend, um potenzielle Geldgeber zu überzeugen. Es ist wichtig zu wissen, wie viel Geld du wofür benötigst.
In Deutschland gibt es mehrere Institutionen und Organisationen, bei denen du Filmförderungen beantragen kannst. Hier sind einige der wichtigsten:
- Filmförderungsanstalt (FFA): Die FFA ist eine staatliche Einrichtung, die die deutsche Filmwirtschaft unterstützt. Sie vergibt unter anderem Fördermittel für die Herstellung, Verleih und Verbreitung von deutschen Filmen.
- Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH): Diese regionale Filmförderung unterstützt Projekte von Filmemachern aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie fördert sowohl die Entwicklung als auch die Produktion von Filmen.
- Medienboard Berlin-Brandenburg: Das Medienboard Berlin-Brandenburg vergibt Fördermittel für Film- und Medienprojekte in Berlin und Brandenburg. Es unterstützt sowohl lokale als auch internationale Produktionen.
- Film- und Medienstiftung NRW: Die Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen fördert Projekte in der Region Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt Filmproduktionen, Fernsehfilme, Serien und digitale Medienprojekte.
- BKM – Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien: Die BKM vergibt Fördermittel für kulturelle Projekte, einschließlich Filmproduktionen. Sie unterstützt sowohl unabhängige Filmemacher als auch etablierte Produktionsunternehmen.
- Creative Europe Desk Deutschland: Als Teil des EU-Programms „Creative Europe“ bietet der Creative Europe Desk Deutschland Informationen und Beratung zu europäischen Fördermöglichkeiten für die Film- und Kreativbranche.
- Tipp: Mit unserem PAZZ Booster kannst du zusammen mit deiner Crew eine Filmförderung bekommen. Mehr dazu erfährst du hier.

Bevor du einen Förderantrag stellst, solltest du die jeweiligen Richtlinien und Bedingungen der einzelnen Förderinstitutionen sorgfältig prüfen. Jede Institution hat spezifische Kriterien und Fristen, die du beachten musst. Außerdem kann es hilfreich sein, sich mit anderen Filmemachern auszutauschen, die bereits Erfahrung mit Filmförderungen haben, um Tipps und Ratschläge zu erhalten.
Schritt 4: Weitere Überlegungen zur Entwicklung
Neben der Idee und dem Drehbuch solltest du auch darüber nachdenken, welche Art von Film du drehen möchtest. Ist es ein Kurzfilm, ein Spielfilm oder ein Dokumentarfilm? Welche Art von Film spricht dich an und welche Zielgruppe möchtest du erreichen? Diese Überlegungen helfen dabei, deine Vision klarer zu definieren und den Fokus während des gesamten Produktionsprozesses zu bewahren.

Ist der erste Teil abgearbeitet, gehts weiter mit der Vorproduktion & Produktion. Bleib also dran, um mehr zu erfahren! Bis dahin wünschen wir dir viel Erfolg bei deinem Produktionsstart!


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